Censorship in Italy

December 16th, 2009

Someone from the lab this afternoon remarked that you cannot find pictures of Berlusconi right after the attack in Milan using Google Images. I immediately went to check this, searching for “berlusconi attack“, “berlusconi blood” and “berlusconi milano attack“. I found no such picture. My colleagues were soon discussing censorship. According to Freedom House, Italy is one of the two countries in western Europe (the other one being Turkey) which with respect to press freedom is classified only “partly free”.

Yahoo image search, however, yields a couple of pictures, so I’m not sure if or how the Italian government could pressure Google into removing said pictures from its search results when they didn’t do the same with Yahoo.

The fact that the pictures don’t appear on Google is certainly very strange.

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Ein bisserl theoretische Physik

December 10th, 2009

Mehr durch Zufall bin ich vor Monaten auf diese Website gestossen:
http://www.mpe.mpg.de/~bernhardt/studmat.html
Das Dokument “Prüfungsfragen zum Diplom/Master in Theoretischer Physik” ist ganz aussergewöhnlich gut gemacht. So gut, dass ich zum Lernen ab und zu hineinschaue, obwohl es eigentlich mehr eine Zusammenfassung ist. Kann sein, dass das auf meinen Charakter schliessen lässt.

Das Dokument könnte auf jeden Fall für meine lieben Mitphysiker nützlich sein, vorausgesetzt sie können Deutsch. Das ist auch der Hauptgrund wieso ich den Link publiziere.

Wer das Gefühl hat, nur Bahnhof zu verstehen, hier etwas Konkretes: Quantenmechanik hatte ich dieses Trimester, Statistische Mechanik und (klassische) Elektrodynamik im nächsten.

Quantenmechanik ist die Lehre davon, wie sich winzig kleine Teilchen (Atome, Moleküle, Elementarteilchen etc.) verhalten. Sie können durch Mauern hüpfen (Tunneleffekt). Wenn man genau wissen will, wo sie sind, verraten sie dafür nicht wie schnell sie sich bewegen (Heisenbergsche Unschärferelation). Und umgekehrt. Und gewisse Messwerte nehmen sie erst dann ein, wenn man sie misst, als könnten sie sich vorher nicht entscheiden (Schrödingers Katze ist wohl das berühmteste, allerdings irreführende Beispiel).

All dies hat Richard Feynman, einen der berühmtesten Physiker des 20. Jahrhunderts, veranlasst zu sagen:

“I think I can safely say that nobody understands quantum mechanics.”

Albert Einstein, zumindest anfänglich ein Kritiker der Quantentheorie, soll dazu gesagt haben (allerdings wird dem wegen seiner Berühmtheit alles (Un-)Mögliche angedichtet):

Marvelous, what ideas the young people have these days. But I don’t believe a word of it.

Wer’s von der Sprache (Englisch) und dem Inhalt her versteht, kann noch mehr amüsante Zitate zum Thema Quantenmechanik lesen.

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Mani Matter – hie ir schwyz

December 7th, 2009

hie ir schwyz da hei d’politiker
fasch geng e gsunde schlaf
s’isch der lohn vom guete gwüsse
si sy würklech alli brav
denn si glouben a d’regierig
wo alles weis und alles cha
und drum säge si zu allem
was da chunnt geng nume ja

doch vereinzelt
wett fasch säge schwarzi schaf
wo uf alls e grossi wuet hei
die si gar nid öppe brav
gloube gar nüt der regierig
wo nüt so macht wi si’s wei
und drum säge si zu allem
was da chunnt geng nume nei

und will die so destruktiv sy
sy die andre dopplet brav
und wil die so dopplet brav sy
disi ersch rächt schwarzi schaf
s’macht der aschyn, dass mir nume
die zwo müglechkeite hei
dass men immer nume ja seit
oder immer nume nei

wivil schöner wär’s, die vile
hätte nid so gsunde schlaf
und sie wären e chly kritisch
(glychs gilt für die schwarze schaf)
nume däwäg isch es müglech
dass mir mal dä zuestand hei
wo me je nach däm was chunnt ou
mängisch ja seit, mängisch nei

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Was wollte das Volk?

December 4th, 2009

«Die studierten Kleinbürger aus den Fachhochschulen stimmten Ja, weil sie irgendwie ihren Unmut loswerden wollten über die hochqualifizierte Konkurrenz aus den EU-Ländern», sagt Samir.

“Schweizer Muslime sind wütend, enttäuscht und vor den Kopf gestossen”, Tagesanzeiger, 01. Dezember 2009

Sagt Samir, irakischstämmiger Schweizer Filmemacher, den Stimmbürgern sinnfreie Assoziationen vorwerfend.
Im Gegensatz dazu ist die Aussage von Bundespräsident Merz eine wahre Wohltat:

Der Bundespräsident kündigte eine vertiefte Analyse des Volksentscheids an, um zu verstehen, was sich hier ereignet habe, und warum die Regierung das Ergebnis nicht habe kommen sehen. Die Motive für den Entscheid könne man noch nicht benennen, sagte Merz. Er sei aber Ausdruck von Ängsten und Unsicherheiten, wonach die Rechts- und Gesellschaftsordnung in der Schweiz missachtet und ausgehöhlt werden könnten.

“Eine Absage an weitere Verbote”, NZZ, 04. Dezember 2009

Obwohl sich Bundespräsident Merz in letzter Zeit nicht gerade mit Ruhm bedeckt hat, bin ich froh, dass dieser Bundesrat und jener Filmemacher ist, und nicht umgekehrt.

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