Zum Absturz der polnischen Präsidentenmaschine
April 13th, 2010
Auf die Trauer in Polen folgt die Ursachenforschung, NZZ, 12. April 2010
Nach Ansicht der deutschen Pilotenvereinigung Cockpit deutet beim Absturz von Smolensk viel auf eine Beeinflussung des Piloten hin. Bis zur Auswertung der Blackbox könne man zwar nur über die Absturzursache spekulieren, sagt Jörg Handwerg, selbst ein erfahrener Flugkapitän. «Doch dass vier Anflüge versucht wurden, legt nahe, dass hier Druck auf die Piloten ausgeübt wurde.» Vier Landeanflüge seien «sehr ungewöhnlich».
Ohne hier spekulieren zu wollen: Sollte sich herausstellen, dass hier eine machtverwöhnte Person die Risikobeurteilung eines Fachspezialisten ignoriert hat, so wäre das nicht das erste Mal in der Geschichte. Auch nach der Challenger-Katastrophe wurde vermutet, dass Ronald Reagan und das NASA-Management Sicherheitsbedenken der Ingenieure und Techniker bewusst ignorierten.
Prominentes Mitglied der Untersuchungskommission war Richard P. Feynman (einer der bekanntesten und beliebtesten Physiker des 20. Jahrhunderts), der seinen Bericht über die geschönte Risikoeinschätzung mit folgenden Worten beendete:
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