Was Nichtphysikstudenten über das Physikstudium denken

June 7th, 2010

Wie beseitigt man bestehende Missverständnisse und Klischees über das Physikstudium?
Indem man eine Gruppe von Nichtphysikstudenten ihre Missverständnisse und Klischees vortragen lässt, natürlich.

Die NZZ hat genau das getan und das Resultat in einem beinahe amüsanten Video zusammengefasst. Es ist zu sehen in einem Artikel, der wesentlich mehr Informationen enthält als das Video: Von Nano bis Astro quer durchs Universum. (Kleine Bemerkung am Rande: Die kecke Frau mit den dunkelrot getönten Locken tönt so, als könnte man mit ihr gut diskutieren.)

Hier die garantiert richtigen Antworten auf die im Video gestellten Fragen.

Was tun eigentlich Physikstudenten?

Sie studieren Physik. Und sie lernen auf banale Fragen banale Antworten zu geben.

Woran erkennt man Physiker?

Sie haben wilde Frisuren, strecken die Zunge heraus für jeden, der sie sehen will, und lassen sich gerne vor Tafeln mit komplizierten Formeln fotografieren.

Was müssen sie können?

Nicht weniger und nicht mehr als die Prüfungen während dem Studium bestehen.

Womit kann man ihnen eine Freude machen?

Beim Erfahren von Studienrichtung eine fantasievolle Antwort geben wie: “Ach wirklich? Physik habe ich immer gehasst”. Das weckt garantiert viel Sympathie.

Was bringen sie der Gesellschaft?

Die Maxwellschen Gleichungen, Quantenmechanik, Statistische Mechanik und Thermodynamik, Fluiddynamik, Festkörperphysik, die spezielle und die allgemeine Relativitätstheorie, Quantenfeldtheorie und vielleicht ein paar neue Dimensionen. Noch Fragen? Transistoren, Radios, Transistorradios, Glühbirnen, Leuchtdioden, Plasmabildschirme. Mobiltelefone, Computer und das Internet. Ich muss weiter ausholen: Radar, Sonar, Wetterprognosen und Erdbebenwarnungen und vielleicht eines Tages die Entdeckung des Higgs-Bosons.

Magnetresonanztomographie und viele andere in der Medizin angewandte Techniken. Erkenntnisse über so faszinierende Sachen wie Schwarze Löcher, Quasare, Neutronensterne, Supernovas, Eis auf dem Mars.
Die Gewissheit, dass der Asteroid, der am 13. April 2029 gefährlich nahe an unsere Erde kommt, nicht unser Ende bedeutet. Die Vermutung, dass es auch nicht der 21. Dezember 2012 sein wird…
Die Kenntnis der Gesetze, die das Fliegen ermöglichen.
Coole Formeln und das gute Gefühl, dass nicht allein die Politik die Welt beherrscht.
Hilfestellung für jeden, der möchte, dass sein Weltbild mit der Welt kompatibel ist.

Und als Freund oder Freundin?

Bitte hinten anstellen!

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